Winter: „Das gesteckte Ziel übertroffen“

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Bild: Die letzten Bäume des Klimaschutzwaldes pflanzte Landrat Reinhard Winter (6. v. r.) gemeinsam mit Bernhard van der Ahe, Vorsitzender der Naturschutzstiftung (5. v. l.), dem CDU-Kreistagsabgeordneten Gerhard Husmann (4. v .r.), Rhedes Bürgermeister Gerd Conens (9. v. r.) und Vertretern der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und den Jägerschaften. (Foto: Landkreis Emsland)

Projektabschluss – Letzte Bäume für Klimaschutzwald gepflanzt

Rhede. Am Ende haben der Landkreis Emsland und die Naturschutzstiftung des Landkreises das gesteckte Ziel sogar übertroffen: Statt der geplanten 42 ha wurden 43,3 ha Wald neu geschaffen und es wurden 330.000 Bäume und damit 15.000 mehr als zunächst angekündigt gepflanzt. „Mit dieser äußerst erfreulichen Bilanz kommen wir heute nach sieben Jahren zu einem erfolgreichen Projektfinale“, sagte Landrat Reinhard Winter. Gemeinsam mit Bernhard van der Ahe, Vorsitzendem der Naturschutzstiftung, pflanzte er in der Gemeinde Rhede symbolisch die letzten Bäume des Projekts „Klimaschutzwald“.

Ebenfalls mit dabei waren Rhedes Bürgermeister Gerd Conens, CDU-Kreistagsabgeordneter und Rhedes stellvertretender Bürgermeister Gerhard Husmann, Frank Hunfeld, Ortsbürgermeister von Neurhede, Dr. Florian Stockmann, Forstamtsleiter Weser Ems bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (Bezirksstelle Osnabrück), Jochen Albrecht, Bezirksförsterei Aschendorf, sowie Vertreter der Jägerschaften.

„Bei der Bekämpfung des Treibhauseffekts spielt Wald eine entscheidende Rolle. Er entzieht der Atmosphäre CO2 und lagert Kohlenstoff dauerhaft ein. Ein Hektar Wald speichert etwa 2,8 to Kohlendioxid jährlich. Eine 25 Meter hohe Buche produziert in etwa so viel Sauerstoff, wie drei Menschen zum Atmen benötigen“, erläuterte Winter. Dies sei der Grund dafür gewesen, dass Kreisausschuss und Umweltausschuss des Landkreises Emsland im Frühjahr 2011 mit ihren Beschlüssen grünes Licht für das Projekt Klimaschutzwald gegeben hätten, bei dem auf kreisweiten Flächen für jede Emsländerin und jeden Emsländer ein Baum gepflanzt werden sollte, der hilft, Kohlenstoff zu binden und Sauerstoff zu produzieren.

Umgesetzt wurde das Projekt durch die Naturschutzstiftung, die für die Beschaffung der Flächen und die Aufforstung und Pflege der Bäume verantwortlich zeichnet. An verschiedenen Stellen erfolgte die Anpflanzung in Kooperation mit Schulen und der Stiftung „Zukunft Wald“ der Niedersächsischen Landesforsten und der Landwirtschaftskammer Weser-Ems, Bezirksförsterei Aschendorf. Heimische Laubbäume, vorrangig Stieleichen, Rotbuchen, Eschen, Birken und weitere Sorten, die wegen ihrer Holzdichte sehr viel Kohlendioxid speichern können, waren in den vergangenen Jahren in die Erde gekommen. 2014 wurde der Landkreis Emsland für diese Initiative mit dem Preis „Niedersächsische Klimakommune“ belohnt.

In den kommenden rund 30 Jahren werden die Wälder nun ihrer eigenen Entwicklung überlassen. Eine Holznutzung findet nicht statt. „Diese Naturwälder, die in Dohren, Beesten, Listrup, Dersum, Sögel, Leschede, Aschendorf, Langen, Neurhede, Adorf und Rhede gepflanzt wurden, zählen zum ,Nationalen Naturerbe Deutschland´, zu dem zahlreiche Naturschätze in Deutschland gehören“, betonte Winter. Es gelte aber ebenso zu berücksichtigen, dass darüber hinaus durch die Waldneugründungen und Erweiterungen vorhandener Waldbestände auch neue, qualitativ hochwertige Erholungs- und Lebensräume für Menschen und Tiere geschaffen werden konnten, so Winter.

Der Klimaschutzwald ist eines von zahlreichen Projekten, die der Landkreis Emsland im Rahmen seiner Klimaschutzstrategie umsetzt. Weitere Bausteine sind u. a. die energetische Sanierung kreiseigener Gebäude, die Installation von Fotovoltaikanlagen auf Kreisgebäuden, die Anschaffung von Elektro-Dienstwagen sowie der Ausbau von Ladeinfrastruktur durch kreiseigene Förderprogramme.

(Quelle/Bild: Landkreis Emsland)

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