Obstbäume und heimische Wildblumen bieten Lebensraum

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Bild: (v. l.) Marcus Drees, Ortsbürgermeister Leschede, Bernhard Overberg, Bürgermeister Emsbüren, Bernhard Drente, 1. Vorsitzender Aktionskreis Leschede, Bernhard van der Ahe, 1. Vorsitzender Naturschutzstiftung Landkreis Emsland, und Schüler der Waldschule Leschede nutzten den Tag des Baumes für eine Pflanzaktion. (Foto: Landkreis Emsland)

Pflanzaktion am Internationalen Tag des Baumes an der Waldschule in Leschede

Meppen/Emsbüren. Am 25. April feiern Menschen weltweit den Internationalen Tag des Baumes. Damit soll die Bedeutung des Waldes und der Bäume für Menschen, Tiere und das Klima im Bewusstsein gehalten werden. Und auch die Naturschutzstiftung des Landkreises Emsland begeht diesen Tag auf Initiative des Aktionskreises Emsbüren mit einer Pflanzaktion.

20 regionale Obstbaumsorten wie zum Beispiel die Apfelsorten Jonagold und Roter Boskop, die Süßkirschen Schwarze und Gelbe Knorpelkirsche, die Birne Gute Luise und verschiedene Pflaumenbäume pflanzen Schülerinnen und Schüler der Waldschule in Leschede (Gemeinde Emsbüren) auf einer 1.300 m² großen Fläche direkt an ihrer Schule ein. Hilfe haben sie hierbei von den Kindergartenkindern der Einrichtung St. Elisabeth. Und um den Tag des Baumes angemessen zu würdigen, fand der Aktionskreis Leschede für jeden Baum einen Paten aus der Gemeinde, der ebenfalls beim Einpflanzen hilft und die spätere Pflege des Baumes übernimmt.

„In Zukunft werden diese Bäume nicht nur schmackhafte Früchte tragen, sondern die Obstwiese bedeutet auch Lebensraum, Nahrung und Kinderstube für viele Tiere“, sagt Bernhard van der Ahe, 1. Vorsitzender der Naturschutzstiftung, der gemeinsam mit dem Emsbürener Bürgermeister Bernhard Overberg und Ortsbürgermeister Marcus Drees bei der Pflanzaktion Hand anlegte. Overberg freut sich, dass es der Gemeinde durch einen Flächentausch möglich war, Gelände für die Obstwiese nahe der Schule zur Verfügung zu stellen.

Nicht nur die Bäume wurden von der Naturschutzstiftung des Landkreises Emsland gesponserten, sondern auch die bunten Informationstafeln, allen Teilnehmern und zukünftigen Besuchern die Bedeutung von Obstwiesen erläutern. Blühende Obstbäume ziehen die Insektenwelt an, die wiederum Nahrung für Vögel und Fledermäuse bieten. Insgesamt 320 Tierarten können auf und von einem Obstbaum leben: in den Baumkronen beispielsweise Buchfinken, Singdrosseln und Turmfalken, von den Blättern Insekten und Larven und von den Blüten Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. In Baumhöhlen und Astlöchern finden Spechte, Gartenbaumläufer, Siebenschläfer, Eulen, Fledermäuse und Hornissen ein Zuhause. Am Stamm leben Pilze, Algen, Flechten und Moose und im Wurzelbereich sind Spitzmaus, Igel, Blindschleichen und Kröten zu finden.

Unter den Obstbäumen säen alle Helfer noch eine Blumenwiese mit heimischen Wildblumen wie Margerite, Wilde Möhre, Schafgarbe und Johanniskraut aus. „Dadurch wird diese Obstwiese zu einem ganz besonders wertvollen Lebensraum. Die vielen Blüten heimischer Wildblumen liefern Nektar und Pollen für die stark bedrohten Insekten. Sie haben es schwer, in der sonst eher blumenlosen Landschaft Nahrung zu finden“, erläutert van der Ahe. Zusätzlich ließ die Naturschutzstiftung für die Insekten einige Nisthilfen aufstellen.

(Quelle/Foto: Landkreis Emsland)

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