Schifffahrtssaison 2018 auf dem Haren-Rütenbrock-Kanal (HRK) seit 3. April eröffnet

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Bild: Bürgermeister Markus Honnigfort, Martin Gaebel und Karina Koop (Stadt Haren) (v.l.) haben gemeinsam die Sonntagsöffnung des Haren-Rütenbrock-Kanals umgesetzt.

Die Sportschifffahrt auf dem HRK startete am 3. April in die neue Saison. In den Monaten April und Oktober ist der Kanal von Montag bis Freitag jeweils von 9 Uhr bis 12 Uhr für Kolonnenfahrten ab Emsschleuse und Grenzschleuse geöffnet. Damit war erstmals am 3. April wieder die Möglichkeit gegeben, ins niederländische Kanalnetz zu gelangen. In der Hauptsaison von Mai bis September kann der Kanal von Montag bis Samstag von 8 Uhr bis 18 Uhr befahren werden. Wie in den letzten Jahren soll mit personeller Unterstützung durch die Stadt Haren (Ems) in der Sommerferienzeit vom 1. Juli diesmal sogar bis zum 16. September (einschl. der Harener Püntetage) wieder sonntags dieser Sportschifffahrtsweg betrieben werden.

Die Stadt Haren finanziert auch in diesem Jahr wieder eine Rufbereitschaft für evtl. Störungen und sorgt so in dienstfreien Zeiten für einen möglichst reibungslosen Verkehr über ihre Brücken. Davon profitiert dann auch die Sportschifffahrt, in dem nach Störungen eine Kanaldurchfahrt wieder hergestellt wird.

Etwa 1.500 Boote nutzten 2017 diese attraktive Verbindung über den HRK in die Niederlande und damit in das Revier von Erica nach ter Apel (Konig-Willem-Alexanderkanaal) durch die Provincie Drenthe mit Rundfahrmöglichkeiten über das Ijsselmeer und Groningen. So positiv diese Entwicklung für den Tourismus der Schifferstadt ist, so erhöht sich dadurch auch die Belastung des Straßenverkehrs. Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) mit seiner Betriebsstelle in Meppen und die Stadt Haren bitten die Bürger und Touristen vor allem in den Sommermonaten um Verständnis.

Der NLWKN hat am HRK in den letzten Jahren viel für eine angenehme und unbeschwerte Sportschifffahrt aber auch für den Straßenverkehr unternommen. So wurden die sogenannte Schleuse 68 (Schleuse II) aufwendig saniert, in der Emsschleuse (Schleuse I) die Tore erneuert und nach umfänglicher Planung die Fernsteuerungs- und Fernüberwachungsanlage für alle 4 Schleusen und 10 beweglichen Brücken von der Zentrale an der Emsschleuse aus grundlegend modernisiert. Die vollautomatische Steuerung der historischen Bauwerke erlaubt eine Passage des Kanals in rund 2,5 Stunden.

Im Jahr 2017 verlief die Schifffahrtssaison auch weitgehend störungsfrei. Die betrieblichen Optimierungen sowie die vereinbarten Abstimmungen zwischen Stadt Haren für deren Brücken, Straßenbauverwaltung Niedersachsen für die Holterhuisbrücke und dem NLKWN haben sich bewährt. Hier versuchen wir durch die Einstellung eines weiteren Schleusenwärters als Minijob uns weiter zu verbessern und dem Andrang und Forderungen aller Nutzer vor Allem in der Höchstsaison zufriedenstellend gerecht zu werden.

Nach der Sanierung der Widerlager für die Klappbrücke „Hinterm-Busch“ in den Jahren 2015/2016 für ca. 300.000 €, der Widerlager der Klappbrücke neben der Schleuse 68 im Verlauf der Kreisstraße K 225 im Jahr 2017 für ca. 450.000 € wurde in diesem Winter die Grenzschleuse zu den Niederlanden einer Revision unterzogen. Nach Trockenlegung und Schlammbeseitigung mussten kleinere Ausbesserungsarbeiten an den Schleusentoren und der in die Jahre gekommene Anlegesteg erneuert werden. Die letzten Arbeiten am Steg werden im April/Mai abgeschlossen. Es kann zu kleinere Behinderungen oder Wartezeiten kommen und die Schleusennutzer werden um Verständnis gebeten.

Für den reibungslosen Betrieb des Kanals sorgt auch das Arbeitsboot LKG II, deren fester Bootsschuppen bei der sogenannten Schleuse 68 abgängig war. Die Planungen für einen geeigneten Witterungsschutz gingen einher mit einer gründlichen Sanierung des dortigen Anlegers und Lagergeländes. In diesem Jahr wird alles fertig und der neue schwimmende Bootsschuppen kann in Betrieb genommen werden. Die Idee haben wir uns bei der Samtgemeinde Emlichheim abgeschaut – dort wird der Nachbau einer historischen Vechtezompe von einer gleichartigen Konstruktion geschützt. Dem Vernehmen nach wird dieser schwimmende Bootsschuppen inzwischen auch von weiteren Interessenten besichtigt und soll evtl. weiter kopiert werden.

Bürgermeister Markus Honnigfort weist für die Stadt Haren darauf hin, dass 2018 der historische Schlepper August auf der Landzunge zwischen HRK und Ems dauerhaft aufgelagert werden könnte. „Vielleicht können wir das maritime Denkmal schon zu den Püntetage im September einweihen“, hofft Honnigfort. Die Schifferstadt wäre dann um ein weithin sichtbares Wahrzeichen reicher, denn nicht nur von der Ems, sondern auch von den Brücken Emmelner Straße und B 408 wäre der Schlepper schon von Ferne gut sichtbar.

(Quelle/Foto: Stadt Haren)

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