Jeder Achte wirft die Handwerks-Lehre hin

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Auszubildende werfen zunehmend hin, anstatt sich durchzubeißen. Jeder Vierte gibt in Deutschland auf – so steht es in einem Entwurf des neuen Berufsbildungsberichts, der der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Im niedersächsischen Handwerk wirft etwa jeder Achte hin. Besonders oft brechen angehende Friseure, Köche, Kellner und Wachleute ihre Ausbildung ab.

Handwerkstag: Schüler besser über Berufe informieren

Hildegard Sander, Geschäftsführerin des Niedersächsischen Handwerkstags, sieht unterschiedliche Gründe: Die exzellente Wirtschaftslage führe dazu, dass sich Lehrlinge ihre Stelle aussuchen können. Sind sie mit ihrem Arbeitgeber unzufrieden, fällt es daher leichter, die Ausbildung hinzuschmeißen und woanders neu anzufangen. Oft stellten Azubis aber auch fest, dass der gewählte Beruf nicht zu ihnen passt. Um solche “bösen Überraschungen” zu vermeiden, müssten junge Leute in der Schule besser darüber beraten werden, was in der Ausbildung auf sie zukommt, fordert Sander.

DGB fordert bessere Bezahlung

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) im Bezirk Niedersachsen-Bremen-Sachsen-Anhalt macht sich für einen Mindestlohn für Auszubildende stark. Denn in Branchen, in denen schlecht gezahlt wird, seien die Abbrecherquoten besonders hoch. “Wer gute Leute haben will, darf nicht geizen”, sagt DGB-Landeschef Mehrdad Payandeh. Außerdem fordert er von der Landesregierung, die Berufsschulen besser auszustatten.

(Quelle/Foto: ndr.de)

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