Aktionstag weist auf Lohnlücke hin

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Equal Pay Day fordert gleiche Bezahlung für Frauen ein – Marsch durch Papenburg

Papenburg. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Klingt logisch, spiegelt jedoch nicht die Realität wider: Das Statistische Bundesamt gibt einen Entgeltunterschied zwischen Frauen und Männern von 21 % an. Gründe sind unter anderem die Beschäftigung der Frauen in oftmals geringer vergüteten Berufen und Branchen, sowie die Beschäftigung in Teilzeit aufgrund von Kinderbetreuung oder Pflege. Der Equal Pay Day (EPD) wurde aufgrund dieser bestehenden Lohnlücke ins Leben gerufen und möchte auf diese Thematik hinweisen. Er markiert symbolisch den Stichtag, bis zu dem Frauen umsonst arbeiten, während Männer bereits seit Jahresbeginn für ihre Arbeit bezahlt werden. Das Datum des diesjährigen EPD ist Sonntag, 18. März. Die Kundgebung und der darauf folgende Marsch durch Papenburg finden jedoch schon am Samstag, 17. März, statt.

Unter dem Motto„Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ treffen sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ab 11 Uhr vor dem Rathaus am Hauptkanal Rechts 68 – 69. Von dort aus startet ein Demonstrationszug durch die Fußgängerzone. An einem Infopoint im Ems-Center werden unter anderem rote Taschen verteilt, welche als Symbol der Solidarisierung mit der Forderung nach gleicher Bezahlung gelten. Das Mitbringen eigener Transparente und Plakate ist ebenso ausdrücklich erwünscht.

Organisiert hat den Protestmarsch ein Aktionsbündnis der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises, der emsländischen Vertreterinnen der katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands kfd, der Landfrauenverbände des Emslandes, des Sozialverbands Deutschland, des Landkreises Emsland und erstmalig auch des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Emsland-Bentheim. Sie setzen sich für einen fairen Verdienst bei Frauen mit dem Aktionstag in Papenburg ein. Im vergangenen Jahr hatte das Aktionsbündnis einen Protestmarsch durch die Lingener Innenstadt organisiert.

Entstanden ist der Tag für gleiche Bezahlung in den USA. Dort wird seit 1966 auf den Entgeltunterschied aufmerksam gemacht. In diesem Zusammenhang schufen die amerikanischen Business and Professional Women (BPW) 1988 mit der Red Purse Campaign ein Sinnbild für die roten Zahlen in den Geldbörsen der Frauen. Diese Initiative wurde von BPW Germany aufgegriffen, welche 2008 die Aktion Rote Tasche ins Leben riefen. Dieser Protest legte den Grundstein für die bundesweite Einführung des Equal Pay Day, welcher von Beginn an vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt wird. BPW ist eines der größten und ältesten Berufsnetzwerke für angestellte und selbständige Frauen. BPW Germany hat rund 1600 Mitglieder, ist in über 40 Städten bundesweit organisiert und Teil des BPW International, der in rund 100 Ländern vertreten ist und Beraterstatus bei den Vereinten Nationen und beim Europarat genießt. Der Equal Pay Day trifft mittlerweile auf breite Resonanz und findet in 23 europäischen Ländern statt.

Anmeldungen zum Aktionstag sind nicht notwendig. Nähere Informationen, auch zum bundesweiten Auftaktforum, sind im Internet unter http://www.equalpayday.de/startseite/ erhältlich.

(Quelle: Landkreis Emsland/Bild: Symbolfoto pixabay)

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