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Bild: Hatten sich viel zu erzählen: Henk Huttinga, Eric van Oosterhout, Bürgermeister Markus Honnigfort, Karina Koop und Erster Stadtrat Dieter Sturm (v.l.).
Antrittsbesuch des Emmener Bürgermeisters in Haren (Ems)
Die Pflege guter nachbarschaftlicher Beziehungen stand im Mittelpunkt des Treffens zwischen Bürgermeister Markus Honnigfort und seinem niederländischen Amtskollegen Eric van Oosterhout.

Zwar ist van Oosterhout bereits seit dem 15. März 2017 offiziell Bürgermeister der 107.000 Einwohner zählenden Gemeente Emmen, aber erst jetzt ergab sich die Gelegenheit für einen offiziellen Antrittsbesuch im Rathaus von Haren (Ems). Mit Teilen Rütenbrocks, Lindloh-Schwartenberg, Fehndorf und Wesuweermoor grenzen immerhin vier Ortschaften Harens, und damit fast die gesamte westliche Stadtgrenze, direkt an das Stadtgebiet Emmens, zu dem auch die niederländischen Ortschaften Emmer-Compascuum und Barger-Compascuum zählen. „Daraus ergeben sich einige gemeinsame Themen, etwa die touristische Entwicklung des Internationalen Naturparks Bourtanger Moor, in dem beide Kommunen Mitglieder sind“, so Honnigfort.

Einzigartig dürfte die Kooperation beider Kommunen im Rahmen des Energieprojektes „SEREH“ sein (Smart Energy Region Emmen Haren). Das Pilotvorhaben hat die Schaffung eines grenzüberschreitenden Energienetzes zwischen beiden Kommunen zum Ziel, um lokal erzeugte regenerative Energie künftig auch direkt vor Ort nutzen zu können. „Derzeit bestehen hohe administrative Hürden, die dem geplanten Projekt im Grenzraum entgegenstehen“, so Honnigfort und van Oosterhout übereinstimmend. Hier gelte es nunmehr, die Machbarkeit des Vorhabens im Rahmen eines Interreg-Förderprojektes zu überprüfen.

Beide Bürgermeister sprachen sich ferner für eine Förderung der niederländischen Sprache im deutschen Grenzgebiet aus. Nach saarländischem Vorbild wäre es sinnvoll, Kindern bereits in Kindergarten und Grundschule verbindlich bilingual zu unterrichten. „Davon profitiert auf lange Sicht der Einzelne und die Grenzregion wächst enger zusammen“, ist Honnigfort überzeugt.

Begleitet wurde van Oosterhout vom Vorsitzenden der Arbeitsgruppe für internationale Beziehungen im Emmener Stadtrat, Henk Huttinga. Dies war Anlass, auch die aktuelle Wirtschaftsentwicklung beider Kommunen zu thematisieren, u.a. die Entwicklung der Gewerbebetriebe und der Beschäftigungszahlen diesseits und jenseits der Grenze.
(Quelle/Foto: Stadt Haren)
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