Kulturelle Vielfalt in Kitas

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46 Teilnehmerinnen erwarben interkulturelle Kompetenzen in einer Fortbildungsreihe der Bildungsregion Emsland. Sozialdezernentin Dr. Sigrid Kraujuttis (2. v. r.) übergab dafür Zertifikate. (Foto: Landkreis Emsland)

Bildungsregion Emsland: 46 Teilnehmerinnen nehmen Zertifikate für Fortbildungsreihe entgegen

46 Teilnehmerinnen erwarben interkulturelle Kompetenzen in einer Fortbildungsreihe der Bildungsregion Emsland. Sozialdezernentin Dr. Sigrid Kraujuttis (2. v. r.) übergab dafür Zertifikate. (Foto: Landkreis Emsland)
46 Teilnehmerinnen erwarben interkulturelle Kompetenzen in einer Fortbildungsreihe der Bildungsregion Emsland. Sozialdezernentin Dr. Sigrid Kraujuttis (2. v. r.) übergab dafür Zertifikate. (Foto: Landkreis Emsland)

Meppen. 46 Teilnehmerinnen nahmen ihre Zertifikate von Sozialdezernentin Dr. Sigrid Kraujuttis im Meppener Kreishaus entgegen. Sie hatten erfolgreich die Fortbildungsreihe „Kulturelle Vielfalt in der Kita“ der Bildungsregion Emsland abgeschlossen, in der die Vermittlung interkultureller Kompetenz für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kindertagesstätten im Blickpunkt stand.
„Das Emsland ist bunter geworden“, stellte Kraujuttis heraus. Ausdrücklich dankte sie den Teilnehmerinnen sowie allen Fachkräften aus den emsländischen Kitas für ihr großes Engagement in der Integration. Der Landkreis Emsland sei sich der Herausforderungen durch Zuwanderung für die Arbeit insbesondere in Kitas und Schulen sehr bewusst. Schließlich seien in der jüngsten Vergangenheit zahlreiche Menschen in den Landkreis Emsland gekommen, um hier zu arbeiten oder Schutz vor Krieg und Verfolgung zu finden, sagte sie.
Um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kitas im Umgang mit kulturellen Unterschieden, bei Sprachproblemen oder im Umgang mit manchmal auch traumatisierten Kindern und deren Eltern zu unterstützen, hatte die Bildungsregion Emsland die kreisweite Fortbildungsreihe „Kulturelle Vielfalt in der Kita“ gemeinsam mit den Erwachsenenbildungsträgern Katholische Erwachsenenbildung Emsland-Mitte (KEB) in Meppen, der Historisch-Ökologischen Bildungsstätte (HÖB) in Papenburg und dem Ludwig-Windthorst-Haus (LWH) in Lingen sowie dem Niedersächsisches Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) aufgelegt. In mehreren Modulen lernten die Teilnehmerinnen den Einfluss von Kultur, Tradition, Werten und Religion zu verstehen, wurden in Handlungsansätze der Trauma-Pädagogik sowie in die interkulturelle Elternarbeit eingeführt und reflektierten eigene Standpunkte und Unsicherheiten. Darüber hinaus ging es um die Vermittlung der deutschen Sprache und um den interreligiösen
Dialog. Besonders dankte Kraujuttis den Kursleiterinnen Dorothee Holz von der KEB, Julia Fübbeker von der HÖB und Suzanne von Melle vom LWH für die Konzeption der Reihe.
Kraujuttis sicherte den Fachkräften aus den Kitas zu, sie auch weiterhin in ihrer Arbeit zu unterstützen. In diesem Zusammenhang verwies sie auf die umfangreiche und landesweit vorbildliche Sprachförderung in der frühkindlichen Bildung im Emsland, auf weitere Unterstützungsangebote im Rahmen der Bildungsregion und auf die Arbeit der Fachstelle Integration in der Kreisverwaltung.
Abgerundet wurde die Zertifikatsübergabe durch einen Vortrag zum leichteren Einstieg in die Kommunikation mit Kindern verschiedener Herkunftssprachen durch Gebärden, den die Erziehungswissenschaftlerin und Expertin für Gebärdensprache, Katrin Schußmann, hielt. Für den künstlerischen Rahmen sorgte das Pantomime-Duo „MimeZwo“ aus Papenburg.
Die Fortbildungsreihe wurde durch eine Förderung aus dem Regionalen Bildungsfonds der Bildungsregion Emsland in Höhe von 15.000 Euro ermöglicht sowie durch eine Beteiligung des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung in Höhe von 500 Euro.